Vor ein paar Wochen traf ich bei Facebook eine Freundin wieder, die ich mehrere Jahre nicht oder nur sporadisch gesehen hatte. Wir verabredeten uns auf ein Bier in unserer “Dorfkneipe” und verbrachten ein paar unterhaltsame Stunden miteinander. Schön war es und sehr angenehm.
Irgendwann im Verlauf des Abends stand die übliche Frage im Raum: “Und, Christine, was machst du beruflich?”Ich schluckte kurz und kräftig und mir wurde heiß. Wenn es darum geht, mein Gegenüber zu stärken, zu stützen, zu fördern und zu motivierend bin ich in meinem Element. Komme ich in die Situation, dies für mich selbst tun zu wollen oder zu müssen, tut sich unter mir die Erde auf.
Doch diesmal nicht! “Halt dein Gesicht in die Sonne, Christine, zeig dich, hau rein!”“Ich bin Mentorin mit dem Wunsch Menschen, die spüren, dass sie sich selbst und ihrer Wahrheit begegnen möchten, liebevoll, mit vollem Herzen, mit meiner ganzen Seele begleiten zu dürfen. Und ich arbeite gemeinsam mit einem Freund. In unserem Blog schreiben wir darüber. Ab und zu übrigens auch Bücher.”
So. Jetzt war es raus und ich war stolz, es geschafft zu haben.
Meine Freundin sah mich einen Augenblick schweigend an. Und dann sagte sie:
” Ich verstehe ungefähr, was du meinst. So etwas würde ich in meinem Bereich auch gern tun. Aber trotzdem erscheint es mir so schwammig.”Schwammig, unklar, unverständlich? Für wen?
Liebe, bedingungslose Liebe braucht kein Konzept und keinen Businessplan. Sie ist klar!
Wenn sie fließt, zwischen den Menschen, die sich für sie und somit für sich selbst öffnen, dann ändert sich a l l e s. Nicht unbedingt gleich zum Besten, vielleicht tauchen auch erst einmal Schmerzen auf, Trauer, Wut, Zweifel. Alles, was unser Verstand uns zu bieten hat, wird er auffahren und sich in den Vordergrund drängen.
Aber wenn wir mutig genug sind, uns der “Herausforderung Liebe” mit ganzem Herzen und mit allen Sinnen zu stellen, dann werden wir unseren ganz persönlichen Quantensprung machen.Ich habe mich entschieden, ruhig ein wenig “schwammig” zu bleiben, denn meine Erfahrungen verdichten sich täglich mehr, auf dem genau richtigen Weg zu sein. Vielleicht bleibt es noch für eine Weile einsam auf diesem “Weg”. Doch ich bin mir sicher, dass wir uns begegnen. Früher oder später!
Denn das, wonach wir alle suchen ist LIEBE. Eine Liebe fernab jeder Idealisierung oder Verblendung. Einer Liebe, die uns in all unseren Lebensbereichen trägt, wenn wir sie zulassen.
Wonach suchen wir?
Ein Artikel von Dr. Dieter BroersDienstag, 02. Februar 2010
Stellen wir uns einmal die Frage, weshalb wir uns auf dieser Seite befinden, weshalb wir uns für diese Themen interessieren. Was mag es sein? Wissen wir überhaupt wonach wir suchen? Ich habe das Gefühl, dass selbst, wenn die „ultimative Atwort“ auf unsere Fragen direkt vor uns liegt und Schwarz auf Weiß geschrieben steht – sonst bräuchten wir nicht über das geschriebene Wort auf die Suche zu gehen -, wir diese „ultimative Atwort“ nicht erkennen würden. Wollen wir möglicherweise nur Bestätigungen für unsere bisherigen Glaubensvorstellungen?
Eine begnadete Freundin von mir hält seit etlichen Jahren ihre Seminare vor einem großen Publikum über das „spirituelle Erwachen der Menschheit“. Völlig frustriert von ihrer Wirkung brach sie ihr Seminar mitten im Vortrag ab. Sie erkannte, dass die Suchenden, die zu ihren Seminaren kamen, überhaupt nichts mit der „Wahrheit“ anfangen konnten. Ihr Suchen blieb immer im Außen – eine Suche nach der Suche quasi. Als ob sich die Seminarteilnehmer nur ein Alibi verschaffen wollten. Ein Alibi für ihren Verstand, der die sehnsüchtigen Rufe der Seele nicht wirklich akzeptieren will. Zu dieser Erkenntnis kam meine Freundin mitten auf der Bühne; ausgelöst, indem sie einige Seminarteilnehmer erkannte, die seit Jahren zu ihren Vorträgen kamen. Ganz offenbar ohne etwas gelernt zu haben.
Immerhin führte diese Erkenntnis dazu, dass meine Freundin den Seminarteilnehmern ihr Eintrittsgeld zurück erstattete, und sich vollständig von dieser Tätigkeit distanzierte. Sie wanderte innerhalb von 10 Tagen nach Neuseeland aus, wo sie nun seit einem halben Jahr allein in den Bergen lebt. Frustriert von ihrer glücklosen Mission. Auf der Bühne verabschiedete sie sich mit den Worten: „Ihr wisst doch bereits alles, was soll ich euch noch erzählen?“.
Als sich meine Freundin von mir verabschiedete, sagte sie am Ende unseres Telefonats: „Sie wollen nicht wirklich, sie sind einfach noch nicht bereit… Als ob ein Sabotageprogramm ihre Sehnsüchte vereitelt“. Stellen wir uns doch einmal die Frage: „was will ich wirklich?“ Oder: „Worum geht es mir wirklich?“ Zu welcher Antwort kommt Ihr?
Ach ja, meine Antwort habe ich bereits bekommen, ich will einfach nur glücklich sein – wofür ich mich allerdings von einigen Glaubenssätzen befreien musste. Ich erkannte, meine Glaubenssätze sind meine Sabotageprogramme. Von denen habe ich mich verabschiedet. In Freude, in Liebe.
Quelle: http://www.dieterbroers.info/
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