Frau J. lernt wieder laufen. Seit Sonntag bin ich am Start. Mein Ministreak über sechs Einheiten nach Aaken bzw. Gallagher ist jeweils mal gerade 3 Kilometer lang. Doch das dürfte schon wesentlich mehr sein als das Laufpensum der Autofahrer, die mich mit ihren müden Blicken voll Unverständnis verfolgen. Und ich genieße sie in vollen Zügen. Denn ich bin einfach nur eins: Glücklich! Die Laufklamotten liegen direkt vor meinem Bett, so dass auch meine lauffaule Hündin keine Chance mehr hat, sich zu drücken. So schnell, wie ich in voller Ausrüstung aus dem Schlafzimmer presche ist sie nicht, um sich unter die Kellertreppe zu flüchten. Wir laufen vor dem Frühstück. Und wir tun es fast schmerzfrei! Insbesondere ich. Super Gefühl, Herrn Wedeking sei Dank! Laufen zu können ist so toll! Okay, es gibt auch andere tolle Erfahrungen. Aber so schön wie das “Wieder-laufen-können” ist so schnell nichts. Noch nicht einmal, sich lasziv auf dem Boden zu wälzen …hm Für mich ein einmaliger Ausrutscher bzw. auf dem BodenRutscher.Gestern machte ich nämlich eine Bekanntschaft: Zeitgenössischer Tanz! Contemporary!
Öfter mal was Neues, wer will schon immer den alten … Tanz. ![]()
Nächste Woche werde ich dennoch wieder zu ihm zurückkehren zu meinem Modern Jazz, wieder nach einem Rythmus tanzen, den ich verstehe und nach Jazzbeats, die ich fühlen kann.
Als Läufer
, ja, ich bin wieder einer, brauche ich Klarheit ohne Schnickschnack und Schrittfolgen, über die ich nicht viel nachdenken muss.
Und genau da komme ich gedanklich ins Stolpern: Ist Laufen ein Sport für schlichte Naturelle? Mal ehrlich, beim Tanzen muss ich mein Gehirn total hochfahren, um mir all die Schritte und Bewegungsabläufe merken und sie vor allem auch umsetzen zu können.
Sind Tänzer schlauer als Läufer?
Und wenn schon. Sagte ich schon, wie fantastisch Laufen ist? Die frische Luft, der Nieselregen, die Kühle, die Momente des Fliegens …
Übrigens habe ich ein Kilo abgenommen, doch das ist eine andere Geschichte, über die ich noch berichten werde.
Erst einmal sende ich Grüße in die Blogger-Laufwelt.
Apropos …
PS. Heute Nacht träumte ich – ganz echt jetzt – von einem Treffen aller Läuferinnen und Läufer, die sich hier im Blog kennen. Es war bunt, lustig, laut.
Margittas Idee bahnt sich ihren Weg. Jedenfalls schon mal in meinen Gehirnwindungen! Tztztz
17/11/2010 at 16:28 Permalink
Liebe Christine,
wie Du völlig richtig sagst: Laufen ist so schön!
Und ob Tänzer schlauer sind? Ist doch eigentlich egal…es soll jeder nach siner Facon und seinem Hobby nach glücklich werden
Alles Liebe,
Wolfgang
17/11/2010 at 17:10 Permalink
So, so, meine LIEBE, du lernst wieder laufen, da lacht mein Herz sowieso, nach van Aaken, erst recht !
Das Tanzen, wie es in dem Video zu sehen ist, würde mir auch gefallen. Ob Tänzer schlauer sind als Läufer, glaube ich eher nicht, vielleicht ist der eine Tänzer schlauer als der andere Läufer oder der eine Läufer schlauer als der andere, wie überall im Leben.
Beides sind Sportarten, die meinem Naturell entsprechen, Bewegung sowieso, nach Musik erst Recht, aber komischerweise beim Laufen niemals mit Musik, weil ich alles um mich herum wahrnehmen möchte.
Let’s dance ………………
17/11/2010 at 18:19 Permalink
Freut mich das du den Weg aus dem “Novembertief” gefunden hast und der Novenmber ist ja noch nicht einmal vorbei.
. Das wird noch DEIn Monat werden .
. Aber schlauer.. das wäre zu beweisen
Ich bin mir sicher das Tänzer gelenkiger sind als Läufer. Beim Tanzen stolpere ich immer Füsse beim Laufen nicht
17/11/2010 at 19:10 Permalink
Die Frage lässt sich so nicht beantworten. Schließe mich daher dem Statement von Margitta an, auch was Musik und Laufen betrifft. Wobei ich schon deponieren muß, dass Musik eines meiner Lebenselexiere ist.
Tanzen auch! Aber da habe ich die letzten Jahre ein wenig geschwächelt. Ich freu mich also zu lesen, dass sich das “Wieder-laufen-können” bestens entwickelt, aber auch du so aktiv dein Tanzbein schwingst. Dazu ein aktueller Beitrag eines Bloggers, den ich ebenfalls gerne lese: goo.gl/3Gk1c
Zum Schluss noch: Wenn Träume wahr werden …!
Alles Gute – Reinhard
18/11/2010 at 12:13 Permalink
Schön zu lesen, dass es wieder voran geht. Auch kleine Schritte bringen voran! Tanzen macht sicher auch viel Spaß, kostet auch viel Schweiß. Ich bewundere jeden, der das kann. Auf Grund meiner lang gepflegten Ungelenkigkeit könnte ich für mich lediglich Line Dance vorstellen.
18/11/2010 at 17:09 Permalink
Liebe Ramona,

in der Tat sind es sehr kleine Schritte, die ich zZ mache. Doch ich verspreche mir von dieser Sanftheit mehr Nachaltigkeit. Und ich weiß ja, dass ich in der Lage bin lange Distanzen zu bewältigen. Was soll es also, wenn ich vorübergehend “einschleiche”.
Das Tanzen macht Spaß und auch meine Bewunderung gilt denen, die es können. Ich gehöre aufgrund genannter Ungelenkigkeit und fehlender Grazie ganz sicher nicht dazu! Doch ich suche die Herausforderung und finde sie – jede Woche wieder
Danke, dass du Ideenlese besucht hast, hört sich fast an wie thank you for travelling with Deutsche Bahn … nun denn. Gutes setzt sich durch!
Einen schönen Abend!
18/11/2010 at 17:14 Permalink
Lieber Reinhard,
wer gut fragt, bekommt gute Antworten!? Vielleicht war meine Frage zu schlicht. Bestimmt sogar.
Erst heute auf dem Weg vom Büro nach Hause dachte ich an dich: Meine CD war auf volle Lautstärke gestellt, ich sang bzw. gröhlte mit.
Vor mir ein Plakat: Kärnten! Wohin sonst … oder so ähnlich.
Stimmt. Wenn Träume wahr werden, dann guckt man manchmal ganz schön “dumm” aus der Wäsche!
Oder man tanzt einfach auf dem Tisch, oder oder oder … schaun mer mal …
Beste Wünsche, Christine
18/11/2010 at 17:17 Permalink
Hallo liebe Heike.
Novembertief? Wo? Zum Glück hatte ich dieses Jahr noch keins. Da gab es schon ganz andere Jahre. Das Gedicht habe ich schon vor zwei Jahren geschrieben. Es passte nur so gut zum Grau in Grau.
Mein November wird es nur insofern, als unser Hochzeitstag in diesem Monat liegt. Mai und September können schließlich alle, dachten wir uns damals …
Liebe Grüße nach Hamburg, Christine
18/11/2010 at 17:19 Permalink
Ja, meine liebe Margitta, es fühlt sich so an, als würde ich es lernen. Sanft ist angesagt!

Zum Tanzen: Komm doch mal zu einer Probestunde vorbei
Let’s dance. ja. machen wir, zu gegebener Zeit und zum gegebenen Anlass
Herzlichst, Christine
18/11/2010 at 17:21 Permalink
Lieber Wolfgang oder darf ich Fridolin sagen?
Mit schlauer meinte ich, dass sie sich doch so viel mehr merken müssen. Sowohl unter den Tänzern als auch unter den Läufern gibt es solche und solche.
Du hast Recht. Jeder nach seiner Facon! Wäre schön, wenn diese Meinung sich ausbreiten würde wie ein Buschfeuer …
Viele Grüße, “Deine” Ingrid
18/11/2010 at 21:11 Permalink
Jetzt bist Du in meinem Reader gelandet und mir entgeht nichts mehr
Ich weiß wie toll es ist wieder laufen zu könne, wie geil sich das anfühlen kann drei Kilometer schmerzfrei zu laufen – das wünsche ich Dir nie mehr vergessen zu müssen.
Tanzen ist definitiv kopfintensiver, wenn Du mich fragst Höchstarbeit fürs Hirn – aber Laufen ist für mich so toll weil ich dabei abschalten kann
18/11/2010 at 22:09 Permalink
Liebe Grüße,
Fridolin
19/11/2010 at 09:54 Permalink
Liebe Christine,
erst einmal herzlichen Dank für dein so wunderbares Gedicht auf unserer Homepage – ich weiß immer noch nicht, was ich dazu sagen soll…….es ist verdammt tief!
Ich finde sowohl das Laufen, als auch das Tanzen ganz wunderbar. Besonders, wenn es sich um Kinder handelt, da geht mir das Herz auf.
Und bei Erwachsenen sehe ich mir auch ab und an einmal auf den dritten Programmen Liveübertragungen von Tanzwettbewerben an weil ich mich nicht am Ausdruck und der Eleganz des dort gezeigten satt sehen kann – und wenn dann der Tango kommt…überhauptdie Lateinamerikanischen Tänze, boah, das ist doch, mal ganz ehrlich, Erotik pur!
Ich bewundere Menschen, die so etwas fantastisch schönes drauf haben.
Ob Läufer oder Tänzer schlauer sind weiß ich nicht, dass gerade in der Anfangszeit der Tanz viel Denkarbeit erfordert ist allerdings unumstritten, was man von Laufen nicht gerade behaupten kann.
Ich wünsche dir für beides viel Spaß und Erfolg, und jetzt erst einmal ein wunderbares Wochenende,
Steffen
21/11/2010 at 14:59 Permalink
@Steffen
Alles gut, gern geschehen!
Grüße an die Gattin, bitte.