Die andere Seite des Sports

Zufälle gibt es nicht. Und so stieß ich auf ein youtube-Video des Jahres 1984. Olympische Spiele in Los Angeles, Marathon der Frauen.


Ich habe mir den kleinen Film dreimal angesehen und bin berührt, ohne genau sagen zu können, welcher Art.
Fassunglosigkeit trifft es wohl am ehesten und der innige Wunsch kommt auf, dass mich mein Ehrgeiz und der vieler anderer Läufer niemals an so eine Grenze bringen möge. Ganz egal, ob Volkslauf im Teuto oder olympischer Marathon. Dieses Szenario ist einfach viel zu nah am historischen Vorbild, das für uns als Hobbyläufer keines sein kann, weil es mit gesundem Sport und Spaß am Wettkampf nichts zu tun hatte und mit einem zu frühen Tod endete. Das Laufen und der Sport sollen unser Leben bereichern. In dem Moment, in dem Sport zur lebensbedrohlichen und selbstmörderischen Mission verkommt, verliert er seinen Wert und den Respekt, von ihm etwas für unsere Lebensgestaltung lernen zu können. Dazu gehört das Verlieren, das Aufgeben, das Verletztsein ebenso wie das wunderschöne Gefühl, gesiegt und ein Ziel erreicht zu haben. Und zwar lebendig, bewusst, mit Freude und mit Stolz.

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Liebe

4 Comments on "Die andere Seite des Sports"

  1. Marco
    21/05/2010 at 09:05 Permalink

    Ich hatte eine Gänsehaut beim ansehen des Videos, aber nicht weil es so toll ist eher weil ich es abartig finde was da passiert ist.
    Da wurde bewußt mit einen Menschenleben gespielt zwecks Medienhype.
    Wenn ich dann noch den letzten Satz im Video höre
    “im namen des olympischen spirits” ich könnte kotzen.

    Was ist schon Olympia??? Ein Haufen der alle vier Jahre Natur in den Ausrichterstädten zerstört und sich nur selbst feiert. Sportler die bis ind ie Haarspitzen gedopt sind und sich gegenseitig feiern lassen usw.
    Ich schau mir sowas nicht an.

    Bewusst aufgeben ist ein wirklich Toller Sieg!!!
    Ich habe dieses Jahr beim Bonner Doppelpack mein erstes DNF gehabt und aufgegeben.
    http://soulrunner.de/2010/04/27/bonner-doppelpack-2010/
    Mein Soulrunning hat einen sehr großen Anteil daran gehabt.

    Macht Euch mal Gedanken.

    Liebe Grüße
    vom Soulrunner

  2. Christine
    21/05/2010 at 10:14 Permalink

    Ja. Es ist abartig! Das ist genau das Wort, das ich gesucht habe. Bewusst aufzugeben, mit einer Entscheidung “rund zu laufen”, ist ein reifes Gefühl. Und ich behaupte, dass das Laufen dazu beitragen kann, diese Reife auch in anderen Lebensbereichen zu untermauern bzw. sogar erst möglich zu machen.

    Liebe Grüße, Christine

  3. Sinusläufer
    14/09/2010 at 18:23 Permalink

    *Dazu gehört das Verlieren, das Aufgeben, das Verletztsein ebenso wie das wunderschöne Gefühl, gesiegt und ein Ziel erreicht zu haben. Und zwar lebendig, bewusst, mit Freude und mit Stolz.*

    Den Satz finde ich ganz toll! Den mag ich genauso unterschreiben.

  4. Christine
    14/09/2010 at 19:34 Permalink

    Danke fuer dein Lesen und deinen Besuch auf Ideenlese. Schoen!
    Ja, der Satz kommt wie die meisten hier ;-) voll aus der Mitte. Aus meiner.

    Liebe Gruesse und ich besuche zurueck,
    Christine

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