Schweinehund getoetet! Fast jedenfalls.

Ach herrje, was war das heute für ein schweres Anlaufen. Himmel, du Schweinehund, du hast dich um Kopf und Kragen argumentiert. Hast mein Kratzen im Hals zu einer drohenden Lungenentzündung aufgepustet, meine Unlust als schwere Herbstdepression deklariert, die nur noch mit Psychopillen zu lindern sei, mir weiß machen wollen, dass es das Beste sei, das Bett heute nicht zu verlassen und mir obendrein unter Androhung von Folter verboten, das Rollo hochzusziehen.
Tja. All deine Gruselszenarien und Gewaltdrohungen haben nicht geholfen, du kleiner Wicht! Drohe mir und ich werde zum Vulkan.  Denn in meinem Team sind ein paar Figuren, die dich, du Schweinehund,  locker platt machen, bevor du überhaupt deinen fetten Hintern … na, lassen wir das.
Ich habe meinen Lauf gemacht! So flott, dass ich schweißüberströmt und ziemlich kaputt nach 10 Kilometern in die Haustür und von dort direkt unter die Dusche torkelte.
Ob das meiner angeschlagenen Gesundheit nun zuträglich war werde ich morgen sehen und spüren. Klar ist jedenfalls, dass ich durchaus in der Lage bin, die zweite Hälfte des “Böckstiegel” ganz gut abzuspulen. Vielleicht klappt es ja mit einer Zeit um die zwei Stunden.
Da ich ohnehin im letzten Läuferdrittel die Ziellinie überqueren werde, spielen bei dem Lauf Minuten kaum eine Rolle.
Das jedenfalls, rede ich mir prophylaktisch  ein.
Vorher steht noch ein 10-Kilometer-Lauf an, zu dem ich im Grunde überhaupt keine Lust habe! Die Distanz ist mir zu kurz, der Belag zu hart. Aber einmal will ich einfach dabei sein. Wahrscheinlich nur, um wieder festzustellen, dass ich ein plus 10 Läufer bin. Ein Waldläufer. Ein Laufschrat. Oder so. Jemand, der langsam in Fahrt kommt und dann nicht mehr aufhört.
Die Indizien? Der Hermannslauf mit seinen unverschämten Höhen, die sich auf ruppige 31,7 Kilometer verteilen, ist noch gut sieben Monate entfernt. Er ist der absolute Hammerlauf, der nicht nur mir viel abfordert. Er ist wunderschön, einmalig. Ich hasse ihn und ich liebe ihn. Er ist der einzige Lauf,  für den ich eine derartige Leidenschaft hege.
Wenn ich an ihn denke, dann bekomme ich sofort ein Kribbeln. Geballte Vorfreude!
Alle anderen, außer vielleicht der Berlin-Marathon, sind nur Spielgesellen! Ich will doch nur spielen, du “Run and Roll” – Lauf, du “Sparkassenmarathon” und du kleiner “Böckstiegel”.
Und der erste Lauf danach, dürfte dann wohl ein “Easy-Jogg” im Central Park von New York sein.

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Böckstiegellauf

Lieber Freitag als Grautag

Es ist 18:46 h. Der blaue Himmel steckt mir die Zunge raus. “Ätsch, mit mir hast du wohl heute nicht mehr gerechnet, was?”
“Nee. Habe ich nicht. Dein nervenaufreibendes Grau in Grau hat mich den ganzen Tag erdrückt, du Verräter!”
Meine Beine sind schwer. Der Hals tut mir weh. Ich fröstele seit Stunden.
Was, bitte schön, soll jetzt also das Getue mit dem blauen Himmel und einer verführerischen Abendsonne? Beschwichtigung? Vergiss es, du Tag!

Ich mache heute (sowieso) eine Pause. Eine Laufpause. Und eine Kreativpause. Pläne und Ziele geraten in mein Visier. Ja, könnte sein, dass ich schieße! Also, Vorsicht, ihr Ziele und Pläne und Ideen. Nicht alle von euch werden meine heutige Stimmung ohne Blessuren überstehen. Bedankt euch bei dem Tag da!

Tabula Rasa. Im Frühling und im Herbst starte ich regelmäßig zu einem “Überlandflug”, verschaffe mir eine Übersicht, ordne mein Chaos. Das innere und das äußere.
Ich weiß, was bleiben wird, was vor meinem strengen Blick bestehen wird, weil es eines meiner wichtigsten Elixiere ist.
Laufen!
Und mit diesem ersten Schritt der Erkenntnis, die uralt ist, kehrt ein Funke wärmende Lebendigkeit in mich zurück, diese kleine Kribbeln, das zu einem großen wird und sich zu stolzer Stärke entwickelt.
Und Morgen ist ein neuer Tag! Ohne Frösteln. Ein Lauftag, ein Lebenstag! Ich freue mich auf ihn. Ich erkenne ihn und spüre doch, er ist nicht derselbe.

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Frösteln, Grau, Halsschmerzen, Herbst, schwere Beine

Schuhe zu verkaufen

Und Bücher und Musik Cds und Kleidung.
An manchen Tagen macht mich Vielfalt schlichtweg kirre. Ich öffne den Schuhschrank, suche mir das eine der beiden Paare aus, die ich mir im Wechsel immer aussuche und spüre, wie eine Welle der Panik sich in mir ihren Weg bahnt. Hinterhältig wie Quecksilber breitet sich ein Gefühl in mir aus, das zu einem Wunsch wächst und sich zu einer Besessenheit ausdehnt.Ich will nur das Eine, und zwar sofort:
Diese vielen Schuhpaare in einen großen Sack stecken und verschenken, vergraben, verschiffen und schnell aus meinem Leben entfernen. Damit ich wieder atmen kann; Raum habe, Frische, Klarheit!
Wie an einem unsichtbaren Seil gezogen, renne ich zum Kleiderschrank. Hosen, T-Shirts, Pullis landen unsaft auf dem Ehebett. Ich wähle das Oberteil der vier Oberteile, das ich im Wechsel immer trage. Und meine Jeans. Die erste bekam ich mit fünf Jahren. Seither ist klar, dass ich ein Jeans-T-Shirt-höchstens-mal-ne-Bluse- dazu-Typ bin.
Mein Kaffee steht noch im Eßzimmer. Mein Blick fällt auf das Bücherregal. Im Arbeitszimmer steht ein zweites in doppeltem Ausmaß, der Keller ist ein einziges Bücherregel. Es ist zum Ausrasten. Zu viel ist zu viel und viel zu wenig!
Die Vielfalt, die ich an den wenigen Menschen, die mein chaotisches, schrulliges Wesen aushalten schätze, ist mir in materiellen Dingen zu viel. Schwindelerregend und hoch verwirrend an Tagen wie diesen. Tage, die vorbei schleichen und sich mit denen abwechseln ….  an denen ich Schuhe kaufe und Bücher und Kleidung; weil ich alles ausgemistet habe. Und was kaufe ich? Immer das gleiche. :-) Jeans, Chucks, schwarze Shirts – und Laufschuhe! Lebensstil ;-)

PS. Dieser Artikel ist nicht ganz ernst gemeint. Ja, ich liebe Klarheit und miste Dinge aus. Nein, ich bin keine Einkaufskönigin. Das Bild gefiel mir einfach nur ganz gut.

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Vielfalt

Indianer-Eule auf Lerchenweg

copyright S.Thomas/pixelio.de

Kürzlich entstand auf Anne’s Blogseite ein kleiner, poetischer Dialog, an dem sich auch Martin rege beteiligte, über die Lerchen und Nachtigallen unter den Läufern und Läuferinnen.
Lerchen sind Frühaufsteher, die bereits hammerharte Intervalle hinter sich haben, während die Nachtigallen sich gegen halb zehn am Morgen noch mitten in der Nacht wähnen.
Nachtigall, ick hör dir trabsen.
Bis zu dem Tag, an dem Anne mich darüber aufklärte, dass ich chronobiologisch eher eine Eule, denn eine Nachtigall sei, hatte ich keine Ahnung, was Chronobiologie überhaupt ist.
Wikipedia sei Dank bin ich nun schlauer.

“Die Chronobiologie (gr. χρόνος chrónos „Zeit“; Biologie = Lehre von der belebten Natur) untersucht die zeitliche Organisation in Physiologie und Verhalten von Organismen. In dieser Organisation spielen Rhythmen, häufig von endogenen (inneren) biologischen Zeitgebern

So weit so gut. Da ich vor einiger Zeit auf Abstand zur reinen Wissenschaftstheorie gegangen, vielmehr gelaufen bin, recherchierte ich auf  anderen Pfaden und fand mich auf einer Seite der Indianer-Astrologie wieder.
Schon als Kind hörte ich oft von meinen Eltern, dass ich eine richtige Nacht-Eule sei. Sobald der Mond voll wurde, machte sich Christine nämlich samt Bettdecke auf den Weg, raus aus dem Bett, hinein in die Nacht. Schlafwandelei vom Feinsten.
 Heute weiß ich nun, dank Anne, der Chronobiologie und dem Indiander-Horoskop, dass ich in der Tat eine Eule bin.  Und das ist gut so, denn:
 

“In der Kultur der Indianer war die Eule die Zauberin der Nacht. Sie brachte Licht ins Dunkel und ist Schutzpatron der Weisheit. Sie vereint Wissen und Kraft gleichermaßen. Jeder Mensch, der in diesem Tierkreiszeichen geboren ist, trägt den Stolz einer Eule in sich. Eule-Menschen streben nach Zielen und hohen Idealen, die vom Anspruch her alle anderen Tierkreiszeichen verschrecken würde. Sie saugen Wissen oder bzw. Allgemeinbildung auf wie ein Schwamm. Dieses machen Eulegeborene Menschen ein Leben lang. Das endet bei diesen Menschen nicht! Sie zu stoppen durch verschiedene Einschränkungen / Regeln oder Enge ist ihr verwundbarster Punkt. Zeit, viel Zeit braucht die Eule zur Umsetzung ihrer Ziele. (Insbesondere beim Laufen von Halbmarathon und Marathon ;-) . Anm. d. Autorin) Das Gespür für den richtigen Moment ist diesen Menschen in die Wiege gelegt. Eule im Beruf ist so vielfältig wie ihr Wissen und ihre Interessen. Man findet sie im Beruf des Rechtsanwalts oder Richters, genauso im Touristikbereich oder in der Sportbranche. Hier entscheidet Wissen und Bedürfnis. Lässt man einen Eule-Mensch selbständig und mit ausgeprägter Entscheidungsbefugnis arbeiten, so steigert oder sichert man seine Leistungskraft. Ist dieses nicht gegeben, wird die Eule sich schnellstens neu orientieren. Da Menschen im Tierkreis Eule sich ungern “ewig” festlegen können oder wollen, ist eine Beziehung in vollen Zügen möglich, jedoch mit Vorsicht zu betrachten. Sie lieben echt und aus tiefstem Herzen. Dieses ist aber für sie kein Grund, ihre Freiheit aufzugeben. Trotz allem sind sie gerne bereit, Freunde und Familie an ihrem Wissen teilhaben zu lassen um deren Lebensqualität zu steigern.”
Vor ein paar Wochen fiel mir während einer kleinen Shoppingtour mit meiner Tochter eine Kette in die Hände. Eine silberne Kette mit einem filigranen EULEN-Anhänger …
Und so sende ich euch, ihr Eulen, Lerchen, Nachtigallen und Habichte mit Lauf- ,Tanz- oder sonstigen Schuhen an den Füßen ein herzliches UHUUU HUUU HUUU :-)

 

 

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Astrologie, Chronobiologie, Eule, Lerche, Nachtigall

I A I AAAA I AAA?

Gleich mache ich mich auf den Weg in den Wald. Das habe ich so entschieden. Punkt.
Jeden Tag auf’s Neue treffe ich Entscheidungen. Manche haben angenehme Konsequenzen, andere gar keine und wieder andere führen vielleicht zu unangenehmen Überraschungen. So what? Das ist LEBEN. JETZT.
Wer den Dingen eine Richtung gibt, kann ihnen ihren Lauf lassen.

Und da es keine Zufälle gibt, fiel mir just heute Morgen dieser Text in die Hände. Ich hinterlasse ihn hier auf Ideenlese. Und das ist, wie ich finde, eine gute Entscheidung ;-) Euch allen wünsche ich einen tollen Sonntag und einen guten Lauf!

Kennen Sie die Geschichte mit dem Esel, der zwischen zwei Heuhaufen steht? Der Esel kann sich nicht entscheiden, von welchem Heuhaufen er fressen soll. Und schließlich verhungert er. Tod durch fehlende Entschlussfähigkeit.

Fehlende Entschlossenheit bringt einen natürlich nicht immer um. Aber trotzdem kann sie für eine Menge Frust und Schmerz sorgen.

Die Welt da draußen bietet uns allen viele, wunderbare Möglichkeiten. Aber oft haben diese Möglichkeiten ein Verfallsdatum. Und wenn man sich nicht entscheiden kann, wird man manchmal wirklich vom Leben bestraft, weil man zu spät kommt.

Schauen wir der Wahrheit ins Auge: Unser Leben ist kurz. Und eh man sich versieht, sitzt man mit 75 auf der Parkbank und fragt sich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Und dann geht das große Bedauern los. Hätte ich doch bloß… ja, man hätte sich nur entscheiden müssen, damals.

Es gibt nur einen guten Zeitpunkt, mit dem wirklichen Leben anzufangen. Und dieser Augenblick ist jetzt. Nicht morgen, nicht in einem Monat, nicht wenn die Kinder erwachsen sind. Der Augenblick anzufangen und sich zu entscheiden, ist immer JETZT.

Im Jetzt zu leben bedeutet nicht nur, dass man den Augenblick wertschätzt. Das ist auch wichtig. Aber das alleine reicht nicht. Im Hier und Jetzt zu sein bedeutet vor allem, aus dem Vollen zu schöpfen und wirklich zu leben. Nicht nur in der Sparversion, sondern das wirkliche, unsichere, aber dafür lebendige und spannende Leben.

Die meisten von uns haben unerfüllte Träume, Sehnsüchte und Wünsche. Aber uns fehlt oft die Entschlusskraft und der Mut, sich für die Träume und Wünsche zu entscheiden. Daran verhungert man zwar nicht, so wie der Esel in der Parabel. Aber die eigene Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Vitalität und Lebensfreude werden immer magerer bis oft nichts mehr übrig bleibt. Man stirbt nicht physisch. Aber die eigene Seele stirbt Stück für Stück.

Deswegen mein Appell an Sie: Entscheiden Sie sich heute, wirklich zu leben. Lassen Sie sich nicht durch die vielen Zweifel, durch Sicherheitsdenken, durch die vielen Bedenkenträger oder durch Ihre Angst aufhalten. Entscheiden Sie sich heute.

Erfolgreiche Menschen, also Leute die das im Leben haben, was sie wollen, sind meistens ziemlich gut darin zu entscheiden. Man könnte sogar sagen, dass “Entschlussfreude” eine Schlüsselfähigkeit ist, wenn man sich etwas im Leben aufbauen will.

Warten Sie also nicht, bis Sie 100% sicher sind. Das gibt es nur ganz selten im Leben. Und selbst wenn Sie sich zwischen zwei Dingen nicht entscheiden können, dann ist es oft besser, eine Münze zu werfen und die Entscheidung dem Leben zu überlassen. Sogar eine schlechte Entscheidung kann besser sein, als sich gar nicht zu entscheiden.

Gibt es eine Entscheidung, die ansteht in Ihrem Leben? Eine Situation, mit der Sie nicht glücklich sind und die aufgelöst werden muss? Oder gibt es irgendwo zwei oder mehr Alternativen, zwischen denen Sie sich bisher nicht entscheiden konnten? Dann entscheiden Sie sich bitte eher schnell. Denn Entscheidungen bringen Bewegung ins eigene Leben und wenn man die Augen und Ohren offen hält, kann man aus jeder Entscheidung etwas lernen, selbst wenn sie nicht perfekt war.

Entscheiden Sie sich also bitte. Am besten jetzt gleich.
Geschrieben von:
Ralf Senftleben, www.zeitzuleben.de

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Entscheidung, Leben

Prinzip Sinntflut

Foto: www.istockphoto.de

Regen. Ich mag ihn. Wenn er sanft meine Haut berührt und mich während eines Laufes fürsorglich erfrischt, ist er wie ein mitfühlender Freund.  Ich mag Freundschaft, obwohl ich mit dieser Bezeichnung sehr distanziert und vorsichtig umgehe. Freundschaft ist ein Quadrat.
(Sich) Regen bringt Segen. Heute hält sich dieser Segen nach meinem Geschmack in engen Grenzen. Dafür regt sich etwas umso mehr.
Oder sprengt er, dieser gewaltige Landregen seine Grenzen über Gebühr? Auslegungssache.
Es schüttet wie aus überdimensional großen Eimern. Ein Schritt vor die Tür bedeutet, in weniger als 20 Sekunden klitschnass zu sein. Der Himmel ist dunkelgrau, die wenigen hoffnungsvollen Aufhellungen entpuppen sich als Betrüger.
Heute würde ich für meinen Lauf einen Schwimmring brauchen. Ach, was sage ich: Eine Taucherausrüstung.
Mein Trainingsplan sagt: Krafttraining. 45 min. Ich sage: Okay. Ist mir total recht, zumal ich professionelle Förderung durch den Physiotherapeuten meines Vertrauens erfahren werde.
Apropos Förderung.
Gestern bekam ich Post. Absender war die Bobliothek deutschsprachiger Gedichte. Seit 2007 nehme ich jedes Jahr an einem Wettbewerb für Lyriker teil. Gedichte zu schreiben ist die brotloseste Kunst, die ich kenne. Also bleibt nur der Wettbewerb. Einen Preis habe ich bisher nicht gewonnen. Auch in diesem Jahr nicht. Aber ich habe jede Menge Spaß beim Dichten gehabt  und den kleinen Erfolg der Veröffentlichung:

“Nach eingehender Beratung freuen wir uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Einsendng >>Digame<< für die Veröffentlichung in dem kommenden Lyrik-Sammelband der Bibiliothek deutschsprachiger Gedichte vorgesehen ist.
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Werk und freue mich, Sie im Kreise unserer Autoren begrüßen zu können,

Ihr Roman Belzner, Cheflektor”
 

 

Digame
Sag mir, was du willst,
denn ich spüre deinen Wunsch
unter meiner Haut.
Sag mir, was du siehst,
denn ich male meine Bilder
mit deinen Farben.
Digame
Sag mir, welchen Weg du gehst,
denn ich habe meine Spuren
auf ihm hinterlassen.
Sag mir, was du fühlst,
damit ich dich erkenne.
Digame
Sag mir was du denkst,
damit ich mit deinen Gedanken spielen kann.
Sag mir, was dich bewegt,
und ich lade den Wind der Freiheit ein,
der dich auf seinen Schwingen tanzen lässt.
Digame

Digame und andere Gedichte und Kurzgeschichte von mir gibt es auch in meinem Buch April Punk. Ein schönes, kleines Geschenk für nette Leute oder um sich selbst etwas Gutes zu tun. ;-)

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Digame, Krafttraining, Lyrik, Regenlauf

Neugier sprengt Gitter

Foto: istockphoto.de

Sie ist es nicht allein, die Gier nach Neuem, von der ich behaupte, dass sie eine positive Erscheinung ist, sofern sie sich mit echtem Interesse paart.
Zu ihnen, Neugier und Interesse,  gesellt sich in meiner Idealvorstellung Wertschätzung!
Denn wir verschenken Zeit und füllen sie mit Aufmerksamkeit, wenn wir uns Dingen und Menschen zuwenden.

Hinter jedem der Texte, die ich heute entdeckte, steht ein Mensch.  Jemand wie du und ich, der sich mitteilen möchte. Eine Person mit einer eigenen und einmaligen Geschichte, die sich öffnet und ohne Kalkül und selbstgefällige Hintergedanken dem noch unbekannten Gegenüber Einblicke gewährt.
 Ein Gegenüber, das wichtig ist.
Margitta hat es treffend beschrieben: Wir brauchen das Gegenüber, wir brauchen Resonanz. Im Grunde wird hier der Kern von Liebe beschrieben. Ohne das Andere, den Anderen, verlieren wir uns selbst.

Für mich, als vorsichtigen, risikoscheuen und im Grunde schüchternen Menschen, ist es immer wieder eine Überwindung, etwas von mir preiszugeben. Ich zolle all denen Respekt, denen es vermeintlich leichter gelingt und die sich und ihre Gedanken und Erlebnisse wunderbar in die Welt der Blogosphäre übertragen.
Und so machte ich mich heute auf die Suche. Ohne Laufschuhe und dennoch mit Zeit und Ziel. Auf meinem „Stöberweg“ entdeckte ich Blogger, die ab sofort mit meinem regelmäßigen Besuch rechnen können/müssen, und die ich an dieser Stelle empfehlen möchte.

Viel Spaß beim Lesen von Weinbergschnecke, Pienznäschen, Pfälzerwaldläufer und Thestral.

Eure Christine,
die sich heute mal einen After-Work-Kaffee gönnt, statt Feierabendlauf in „Jürgen plus Lopez“- Manier ;-) (für die Eingeweihten)

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Menschen, Wertschätzung

Unter sechs ueber sechs

Heute war bürofrei. Gegen halb acht fiel ich aus dem Bett direkt in meine Sportsachen. Nach einer Tasse Kaffee machte ich mich im Laufschritt auf den Weg zur Physiotherapie. Nach zehn gemütlichen Laufminuten an frischer Luft wartete bereits das Fahrrad auf mich. Hanteln und “Streckbank” folgten.
Wieder zuhause angekommen erfüllte ich mir ohne Verzug einen meiner (vielen) Wünsche:
Ich begann mit der Umgestaltung des Arbeitszimmers zu einem Wellnessraum. Vor einigen Jahren haben mein Mann und ich einen Massagekurs belegt und ich habe mich in Reiki einweihen lassen.
Mein Lieblingsgatte schenkte uns jetzt die passende Massage- bzw. Reikiliege.
Und dieses wunderbare Teil steht seit heute in meinem Zimmer und ich freue mich wie ein kleines Kind, entspannende Massagen und Reiki im Familien- und Freundeskreis an den Mann und an die Frau weitergeben zu können.
Und, klar, mich auch selbst zu entspannen und zu meditieren.
Beim Auf- und Umräumen fiel mir meine gute “alte” Polar-Uhr in die Hände. Uhr ist gut. Sie ist ein Laufcomputer. Ich verpasste ihr neue Batterien und setzte sie das erste Mal seit fast einem Jahr wieder bei einem Lauf ein. Leistungstest in vollem Ornat sozusagen.
Fazit: Meine Kondition ist gefühlter- und gemessenermaßen gut, Tendenz sehr gut. Ich kann etliche Kilometer deutlich unter dem magischen 6er Schnitt in hügeligem Trainingsgelände absolvieren. Was will ich mehr? Ich bin 46 und habe die Kraft der zwei Beine, der zwei Herzen und der zwei Hände sowieso. Liebes Leben.

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Massage, Polar, Reiki, Tempolauf

Rhythm is it

Foto: istockphoto.de

Musik geht mir direkt ins Herz, zieht eine kurze Schleife und prescht dann in meine Beine, um sich über eine Gänsehaut im Rücken schließlich ihren Weg zurück in meinen Kopf zu bahnen. Manchmal fließen sogar Tränen der Ergriffenheit.
Ohne Musik hätte ich meine allerersten Trainingsläufe, meinen Wiedereinstieg in das Laufen vor fast genau vier Jahren nicht geschafft. Glaube ich jedenfalls.
Die erste Hürde, mich immer wieder aufzuraffen, auch bei Wind und Wetter meine Runde zu drehen, durchzuhalten, auch wenn’s mal zwickte und piekste, habe ich mit musikalischer Unterstützung genommen.
Selbst bei Wettkämpfen hatte ich bisher die “motivierenden Stöpsel” dabei. Und dem einen oder anderen Stück von David Guetta, Safri Duo, Kings of Leon und Co. verdanke ich, auf den letzten Kilometern doch noch mal Gas gegeben zu haben.
Seit einigen Monaten hat sich mein Bedürfnis mit Musik zu laufen oder überhaupt nur mit Musik laufen zu können,  verändert. Und so kommt es immer häufiger vor, dass ich auch mal “oben ohne” unterwegs bin oder mir während des Laufens Hörbücher oder Sprachkurse anhöre.

So zum Beispiel Englisch aus der Serie The Grooves, gekauft bei audible.de.
Bei itunes entdeckte ich kürzlich einen Podcast mit Musik in unterschiedlichen BPM - ich glaube das heißt beats per minute.
Die Stücke sind gut gemacht und jeweils 20 bis 30 Minuten lang, so dass ich sie für Steigerungsläufe gut nutzen kann und obendrein eine Abwechslung zu meiner herkömmlichen Musik habe.
Seit gestern höre ich einen Englischkurs für Anfänger zum Auffrischen, ebenfalls gekauft über audible.de

Für meinen heutigen Feierabend-Jogg hatte ich mir meinen alten mp3-player herausgesucht, geladen mit Musik, die ich während meiner Marathon-Vorbereitung vor drei Jahren gehört hatte.
Obwohl nostalgische Gefühle mich anfangs aufwühlten und ich ernsthaft darüber nachdachte, sofort einen Marathon zu melden (Bärrrlin!! Du bist so wunderbar, Bärrrlin!), hatten die Songs ihre Magie verloren, sie gingen mir teilweise sogar auf die Nerven.
Alles ist im Fluss und der Fluss fleißt nun mal. Spannende Veränderungen. Auch im Rhythmus der Musik.

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Leerlauf und Lehrlauf zur Mitte

Foto: Istockphoto.de

Langeweile macht mich aggressiv. Sicherlich ist es mal ganz schön, sich zu entspannen, einfach abzuhängen, nichts zu tun. Aber bitte nicht zu lange! Mein Level war heute Morgen erreicht.
Ich spürte in mir den Groll der Unbeweglichkeit, die schwarze Galle der Langeweile. Uah. Das liest sich schrecklich! Aber es trifft meinen Zustand am heutigen Sonntagmorgen. Mein Geist forderte Futter, mein Körper schrie nach Ertüchtigung, möglichst bis zum Umfallen.
Ab in den Wald! Ich brauchte eine geschlagene Stunde, bis ich das Gefühl erreichte, meiner Mitte wieder näher zu kommen. Dann gab der Akku meines iPod seinen Geist auf. Keine Musik mehr, an deren Takt ich meine Schritte orientieren und mit der ich mich ablenken konnte.
Die Ruhe des Waldes und ich trafen aufeinander wie ein Paar, das sich zu einem Duell verabredete, sich dann aber entschließt, gemeinsam auf Jagd zu gehen.
Mit jedem weiteren Schritt fand ich meinen Rhythmus. Mit jedem gelaufenen Kilometer spürte ich, wie die Leere zunahm. Eine Leere, die dem Fluss gleicht, der reinigt. Nach einer weiteren halben Stunde trat ich in den Zustand ein, den ich für mein Selbstverständnis halte. Das, was ich als liebende Selbstannahme verstehe, die es ermöglicht, das Andere, das Gegenüber so zu lassen, wie es nun mal ist. Zuzuhören, statt eigene Weisheiten zum Besten zu geben. Ein paar Schritte in den alten Lebensschlappen zurück legen, die nicht die eigenen sind.
Nur noch konzentriert auf mein Ein- und Ausatmen lief ich. Kaum noch ein Gedanke, der mich verunsicherte. Stattdessen die ersten körperlichen Erschöpfungssymptome.
Nach 2 Stunden, 20 Minuten und ca. 19 Kilometer durch die Höhen und Tiefen des Teutoburger Waldes war ich am Ziel.
Groll, Unzufriedenheit und Zweifel hatte ich im Wald gelassen. Perspektiven,  Humor und eine Idee heiterer Ausgeglichenheit haben ihren Raum wieder eingenommen.
Was für ein unendliches Glück ist es doch, sich bewegen zu können. In frischer Luft und der eigenen Freiheit.

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Groll, Langer Lauf, Laufen, Motivation, Natur, Teutoburger Wald, Waldlauf

Ueber den Wolken

Foto: istock

Bin ich schon wieder hier? Irgendwo über den Wolken scheint ein Teil von mir sich eingenistet zu haben. Noch übersetze ich in Gedanken alles ins Englische.
Nachwirkungen eines kurzen Ausflugs nach Lancaster. Gleich vorweg:  Hin- und Rückflug habe ich ohne Whiskey und/oder andere Betäubungsmittel überstanden. Der Start einer Boing mit der magischen Bezeichnung 737 oder so wird dennoch nicht mein Freund. Ebenso wenig wie die Landung. Obwohl sie mir eine Idee sympathischer ist. 
Denn schließlich bringt sie mich auf den Boden zurück.
Natürlich klebte ich wie Pattex superstrong auf meinem Sitz. Ab und zu wagte ich einen Blick aus dem Fenster. Doch die Vorstellung, dass mich nur eine dünne Haut vom freien Fall, vom sichereren Erfrierungstod oder vorm Auseinanderbersten meiner Körperhülle trennt,  führte mich schnell zu einem starren Blick auf die Kopflehne des Vordersitzes zurück. Meditation der besonderen Art. Starre eine Stunde auf ein Objekt deiner Wahl! Wahl ist gut. Und atme tief ein und aus. Das beruhigt auch die aufsteigende Wut über ein Gör, das unentwegt mit seinen entzückenden Füßchen gegen meine Rückenlehne tritt. Das gebetsmühlenartige Stop it Darling mütterlicherseits blieb ohne Wirkung auf den niedlichen Schatz! Boah bin ich froh, dass unsere Kinder erwachsen und wohl geraten sind und ich mit Sicherheit vergessen habe, dass auch sie zuweilen kleine, nervige Monster waren.

Die Entschädigung all meiner persönlichen Missempfindungen folgte nach der Ankunft  in Lancaster unverzüglich. Zum Empfang gab es eine Mitternachtssuppe mit Gemüse aus dem familieneigenen englischen Garten.
Am nächsten Morgen stand Sightseeing auf dem Programm. Natürlich ist Lancaster nicht London. Hier herrscht nordenglisches Harry-Potter-Flair. Verwunschene Parks, das Ashton Memorial und trutzige Burgen. Idyllisch bewässert vom Canal, gesäumt von urigen Pubs und Restaurants.
Wir kehrten bei Simply French ein. Ein Genuss und für die englische Verwandtschaft fast so etwas wie ein Wohnzimmer bzw. Esszimmer.
Nur ca. 15 Kilometer von Lancaster entfernt beginnt der Lake District. Ein bezauberndes, wunderbares Stück Erde. Ein Paradies für Wanderer und Wassersportler.
Wir fuhren nach Keswick und besuchten dass Puzzling. Hier wird Wahrnehmung auf den Kopf gestellt.
Am Abend stand Kultur im Park auf dem Programm Stolz und Vorurteil interpretiert von einer hoch passionierten Theatergruppe. Umgangssprachliches Nordenglisch zu verstehen ist die eine Sache. Oldenglish noch einmal eine ganz andere. Ich verstand so gut wie nichts! Gerettet hat mich, dass ich sowohl das Buch als auch den Film schon einmal gelesen bzw. gesehen hatte. Dennoch: Theater im Park war schön! Und nach drei Gin Tonic fiel auch die Sprachbarriere. Jedenfalls ein wenig.
Die Reise endete mit einem Shoppingtrip ins Traffordcentre in Manchester. Hier gibt es alles und viel mehr und eigentlich viel zu viel. Einkaufen in Superlativen. Training für die Premium Outlets in den USA. Wer es mag ist hier bestens aufgehoben. Skurril und für mein Empfinden typisch englisch-schräg: Der Schuhladen Schuh und das fat face.

Fazit: Viel und gut gegessen (mindestens ein Kilo zugenommen – am Bauch natürlich!). Relaxed wie schon lange nicht mehr. Gelaufen … da war doch noch was!? Ja, das Laufen hat mir gefehlt, die frische Luft, die Bewegung im eigenen Rhythmus, das sich frisch und straff  Fühlen danach. Doch ein paar Tage ohne war auch nicht soooo schlimm.
Mein Achilles ist jedenfalls ganz dankbar. Und ich auch, wieder zuhause zu sein. Mit banger Vorfreude auf den nächsten und viel längeren Turn über den Wolken.

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England, Lancaster, Manchester

An meine Blogroller

Liebe Jacqui, liebe Sabine, lieber Laufmeister, lieber Det, liebe Heike, lieber Marco D., lieber MilesMore, liebe Nicole, liebe Marya, liebe Ultra, lieber Martin, lieber Wolfgang! ;-)

Zwischen “April Punk” und “So läuft die Liebe” wird noch ein kleines Buch erscheinen, und zwar vorraussichtlich Mitte September, vor meiner großen Flatter (in jeder Hinsicht) in die USA

Ein Blogbuch, das alle Artikel von Ideenlese der vergangenen 13 Monate enthält und – genau wie im “richtigen” Blog – Raum für Kommentare, Gedanken etc. bieten wird.
Ein kleines Buch, das eine Brücke schlagen will zwischen Bloggern und Buchlesern und umgekehrt. Ein Buch, das dem Sowohl-als-auch-Gedanken gewidmet ist. Einfach so, just for Fun.
Jeder von euch hat  mir im vergangenen Jahr oder in den letzten Wochen und Monaten mit seinen Artikeln und Kommentaren ganz viele Anregungen, Ideen, sehr viel Spaß, Hilfe und Menschlichkeit “geschenkt”. Das ist toll!
Und deshalb möchte ich euch in “Ideenlese – Das Blogbuch” ein paar Seiten widmen und eure Blogs vorstellen.-
Denn jeder von uns schreibt nicht nur gern oder läuft gern, sondern hat etwas zu sagen, das bei anderen Spuren im positiven Sinne hinterlassen kann.
Sollte jemand von euch nicht mit einer Erwähnung seines Blogs einverstanden sein, so gebt mir bitte per Email oder im Kommentarfeld Bescheid. Natürlich bekommt ihr vor Drucklegung den Text, der euch betrifft zur Imprimatur.

Bis bald, herzliche Grüße, Christine

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A good lather is half the shave, babe!

Lancaster is calling! Als Vorbereitung auf den “großen Trip” im Oktober werde ich gemeinsam mit meinem Liebsten nach Großbritanien düsen. Am Sonntag geht’s los!
Und dann gilt es, tapfer zu sein und die Generalproben in Sachen fliegen und sprechen zu bestehen.
Drei Tage werden wir voll am englischen Familienstrang andoggen. Oh, my goodness!
Und so sage ich erst einmal Cheerio!
Bleibt alle gesund und munter, please. Und immer schön auf dem “Laufenden” bleiben.
Keep on living, loving, running ;-)

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Englisch, Kurzreise, Lancaster

Look forward to feel the groove

In knapp acht Wochen werde ich in einem Flugzeug sitzen. Ja, meine Lieben, ihr meint vielleicht, das sei nichts Besonderes, kaum der Rede wert. Und ihr fragt euch vielleicht auch, warum ich schon jetzt von einem Ereignis schreibe, das noch in so ferner Zukunft liegt. Ihr seid ja auch  noch nie mit mir geflogen …
Mein Gatte wird voll damit beschäftigt sein, mich schon Stunden vor Erreichen des Düsseldorfer Flughafens zu narkotisieren. Die Mittel, die er einsetzt, werden selbst in hoher Dosierung nicht besonders gut wirken, denn:
Meine Absturzangst ist legendär.Abgesehen davon, dass ich vor Betreten der Maschine fünfmal öfter die Toilette aufsuchen muss als vor einem Marathon und auch meine Neigung zu alkoholischen Getränken von null auf 100 steigt, höre ich  j e d e s  Geräusch, das sich im und um das Flugzeug herum wahrnehmen lässt und identifiziere es als Defekt, der unweigerlich in den Tod führt. Ist doch klar!
Meinen Blicken entgeht keine Geste, nicht die kleinste, verräterische Mimikfalte der Flugbegleiter, die als Hinweise auf eine nahende Katastrophe eindeutig zu entlarven sind. Warum sieht das außer mir eigentlich niemand?
Ich bin eine lausige Beifahrerin und eine noch viel schrecklichere Sitznachbarin auf Strecken, die nun mal nur mit dem Flugzeug zurück gelegt werden können, weil man sonst wochenlang über die Meere schippern müßte, was genauso katastrophal ist. Jedenfalls wenn ich dem Unterfangen beiwohne.
Kurz und gut, mein Lieblingsgatte und ich machen uns auf den Weg in die USA.
Knapp drei Wochen Ostküste.
Und so habe ich heute begonnen, meine englischen Sprachkenntnisse zu entrosten. Möglicherweise wäre ein Flugbewältigungstraining sinnvoller. Doch schließlich steht die Dauer des Fluges nur in einem geringen Verhältnis zur Aufenthaltsdauer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, im Land von Prinz Barrack und Prinzessin Michelle.

Es ging heute also den Berg ‘rauf, und noch höher und noch steiler und noch ein Srückchen länger und über die Ohren groovte direkt in mein Gehirn English for running refresher ;-)
Sokrates lehrte im Gehen, ich lernte laufend!
Und, ja, das ist eine gute Art, zu lernen. Ich werde zwar die Lektionen noch sehr oft wiederholen müssen, aber das Bergtraining ja auch.
Vielleicht nehme ich das nächste Mal meine Flügel mit und übe mich im Fliegen. Dann schlage ich nicht nur zwei, sondern drei Fliegen mit einer Klappe. Oder in english: I kill two birds with one stone.

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Englisch lernen, Flugangst, USA

Vom Andersticken und anderen Zipperlein

Manchmal weiß ich schon bevor mein Telefon klingelt, dass es gleich klingeln wird. Und ich weiß auch, wer mich anruft. Ich ahne, wie Dinge verlaufen werden und spüre sehr deutlich, wie es den Menschen um mich herum geht, ohne dass sie mir das sagen (müssten).  
Dieser Spürsinn ist nicht jeden Tag gleich. Er variiert. Manchmal merke ich wenig, dann wieder viel. Und machmal so viel, dass ich von dieser Fühlerei gut und gerne große Portionen abgeben könnte.
Das ist kein Hokuspokus und ich bin auch nicht komplett durchgeknallt. Es ist einfach so und war schon immer so.
Jedenfalls solange ich bewusst denke.
Und oft genug verursacht mir diese merkwürdige Eigenart, mich mit Haut, Haaren und Seele in Menschen und Situationen hineinzuversetzen Kopfschmerzen und Migräne.
Möglicherweise, nein, sogar ganz bestimmt gibt es auch noch andere Menschen, die diese eigenartige Kombination aus hoher Sensibilität und Kopfschmerzen teilen. Die Wissenschaft spricht von immerhin 10% der Bevölkerung.
Tja, ihr Lieben, tut mir leid es euch sagen zu müssen:
Ihr tickt anders als die anderen!
Migräne ist eine Störung des Gehirns, die mit einer hohen funktionellen Konnektivität in den auditorischen, visuellen und sensorisch-motorischen Schaltkreisen einher geht.
Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam der Universitäten San Francisco und München kann belegen, dass die Netzwerk-Aktivität in bestimmten Regionen des Gehirns auch zwischen den Kopfschmerz- und Migräneanfällen deutlich höher als normal ist.
Die Abweichung in der Hirnaktivität ist auch eine Erklärung dafür warum Menschen, die unter Migräne leiden, sensibel auf äußerliche und innere Auslösefaktoren reagieren. (Quelle: www.scinexx.de)
Gut. Was sagt mir das, was sagt das uns?
Ob nun normal sensibel oder etwas über dem Level. Nach einem Lauf sieht die Welt schon wieder viel entspannter aus und führt am Ende eines  ”Ahn-fühl-Ich-will-die Welt-retten-Tages” schließlich zu einem kleinen, zuversichtlichen Schmunzeln. Denn schließlich müssen wir Morgen wieder voll vernetzt fühlen. Wenn nicht wir, wer dann? ;-)

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Migräne, Sensibilität

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